Leitbild und Charta

 

Charta

 

Das SOH ist ein Waisenhaus in Kenia an der Küstenregion Mombasas. Es wird durch einen deutschen ehrenamtlich tätigen Freundes- und Förderkreis unterstützt, die mehrmals im Jahr vor Ort sind und auch so im engen Austausch stehen. Die vor Ort hauptverantwortlichen Mitarbeiterinnen vor Ort sind Schwestern des örtlichen St. Joseph’s Ordens. Sie haben sich somit ihrer Überzeugung entsprechend der christlichen Sozialethik verschrieben. Weiterhin beschäftigen wir im SOH kenianische Menschen, zumeist mit sozialschwachem Hintergrund, um diesen eine Chance zu geben. Sie verpflichten sich auf folgende Grundsätze:

  • Im SOH werden Vollwaisen aufgenommen, Kinder, die ein Elternteil verloren haben, verstoßen wurden, auf der Straße gelebt oder sich in Obhut einer aufgrund bspw. psychischer Erkrankung erziehungsunfähigen Person befanden. Viele Kinder mussten bereits in ihrer frühsten Kindheit Missbrauchserfahrungen machen oder gar den Tod ihrer Eltern miterleben.
  • Die Arbeit vor Ort erfolgt auf der Basis kenianischer Bestimmungen. Für den Hausbau werden lokale Materialien und Bautechniken verwendet. Um unseren Auftrag gerecht werden zu können, sind wir im engen Austausch mit verschiedenen ansässigen Organisationen und werden immer wieder von der Zivilbevölkerung durch Sachspenden unterstützt.
  • Die Kinder werden durch einen bürokratischen Prozess dem Waisenhaus zugewiesen. Sie kommen nach Aufgriff i.d.R. zuerst in ein sogenanntes „Rescue Center“. Von dort aus erfolgt in Absprache mit dem dortigen Familienministerium die Zuweisung in eine Einrichtung, welches einen freien Platz vorweisen kann. Auf diese Art und Weise wird sichergestellt, dass es sich tatsächlich um bedürftige Kinder handelt. Menschenhandel kann so vorgebeugt werden.
  • Die dorthin versendeten Freiwilligen werden sorgfältig ausgewählt und ihren Kompetenzen entsprechend eingesetzt. Sie erhalten für ihre Tätigkeit keine Bezahlung. Die Anreise erfolgt ebenfalls auf eigene Kosten. „Volontourismus“, eine erwerbsmäßige und schädliche Form von Kurzzeitreisen in Waisenhäuser, lehnen wir strikt ab.
  • Die Buchhaltung erfolgt transparent. Als Non-Profit-Organisation kommen Spendengelder nachweislich zu 100% dem Projekt zu Gute.

 

Leitbild

 

Die Arbeit des SOH liegt zudem folgende Leitsätze zugrunde:

  • Das SOH trägt dazu bei, Kindern und Jugendlichen aus höchst problematischen Situationen zu verhelfen und ihnen ein liebevolles, sicheres, sauberes und gut geführtes Zuhause zu geben. Sie erhalten reichhaltige Mahlzeiten, gesundheitliche Versorgung und die Möglichkeit die Schule zu besuchen. Die Kinder und Jugendlichen des SOH werden auch nach dem Schulabschluss weiterhin gefördert durch die Finanzierung eines Studiums oder Ausbildungsberufs. Sie erhalten ein abwechslungsreiches freizeitpädagogisches Angebot und fachliche Betreuung bei den Hausaufgaben.
  • Das rund-um-die-Uhr anwesende Betreuungspersonal verhilft den jungen Menschen durch deren christlich geprägte Erziehung zu einem selbstständigen Leben. Die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung wird gefördert. Jeder übernimmt seinen Fähigkeiten entsprechend Aufgaben und trägt so zum Gemeinwohl bei. Durch das tägliche Zusammenleben können sie vermehrt soziale Kompetenzen ausbilden.
  • Die Hilfe erfolgt ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft und religiösen Überzeugungen sowie ihres Geschlechts. Die Hilfe orientiert sich allein an den Bedürfnissen der jungen Menschen.
  • Das SOH leistet einen finanziellen und personellen Beitrag für die Hilfe für Menschen in Not. Gleichzeitig stellt das Berichten über die Situation in unseren Projekten einen zentralen Bestandteil unserer Arbeit dar.
  • Wir lehnen entsprechend Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention[1] Gewalt an Kindern ab und setzen uns vor Ort für ein harmonisches Miteinander ein. Menschenwürde, Achtung der Verschiedenheit der Menschen und Kulturen, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Liebe, Fürsorge, Verantwortung und Respekt sind unsere tragende Werte.
 

[1] [1] Article 19

 

1. States Parties shall take all appropriate legislative, administrative, social and educational measures to protect the child from all forms of physical or mental violence, injury or abuse, neglect or negligent treatment, maltreatment or exploitation, including sexual abuse, while in the care of parent(s), legal guardian(s) or any other person who has the care of the child.

 

2. Such protective measures should, as appropriate, include effective procedures for the establishment of social programmes to provide necessary support for the child and for those who have the care of the child, as well as for other forms of prevention and for identification, reporting, referral, investigation, treatment and follow-up of instances of child maltreatment described heretofore, and, as appropriate, for judicial involvement.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Reiner Gebhardt